Sprach man vom Raben nimmermehr.

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Früher waren die Nächte noch rabenschwarz und in jedem ordentlichen Mietshaus wohnte mindestens ein Rabenaas das allen das Leben zur Hölle machte. Aber das war einem vollkommen egal, war man doch selber von morgens bis abends rabendicht. Bis man eines schönen Morgens aufwachte und feststellen musste, dass alle Raben ausgeflogen waren. Haben die PETA und vegane Untergrundkommandos die im Wortschatz gefangen gehaltenen Tiere befreit? Man weiß es nicht und drängender ist sowieso die Frage: woher einen Wortersatz nehmen? Tofu könnte doch beispielsweise niemals ein Substitut für einen Bären sein. Man stelle sich nur vor wie das Kind zur Mutter sagt: „Hab ich einen Tofu-Hunger“. Klatschende Backpfeifen würde es für den kleinen Lügenbold setzen, sollte er versuchen einem solch einen Quorn aufzubinden. Kein Mensch hat Appetit auf den schlabbrigen Glibber. Und Hunger erst recht nicht. Es hilft nichts, in Zukunft wird unsere Sprache dann wohl ohne Tiere auskommen müssen. Ob man da nun Seitan drauf hat oder nicht.

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